Hallo liebe Mitbetroffene, nach einer langen Odyssee bin ich nun meine IPP nach über 2 Jahren los. Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich meine Geschichte ins Netz stellen soll. Ich werde es tun, bitte aber um Verständnis, dass ich keinerlei Anfragen beantworten werde. Ich bin froh, es hinter mir zu haben und möchte eigentlich nichts mehr mit IPP zu tun haben. Ich erinnerte mich aber daran, wie wenig mir die monatelange Suche in Foren weitergeholfen hat und daran, dass der mich behandelnde Arzt auf meine Frage im Vorgespräch, warum es denn so wenig Erfahrungsberichte von erfolgreich operierten gäbe, betrübt antwortete, dass dies im Wesen der Erkrankung begründet sei. Ein von der IPP geheilter Patient würde nicht mehr in die Foren gehen, er wolle nichts mehr von IPP wissen und nur noch sein neu gewonnenes Leben geniessen. Er berichtete von einem seiner Patienten, der aus Dankbarkeit seine Geschichte ins Netz stellte und dann von einer Flut von Fragen überrollt wurde und schließlich seine Einträge einstellte. Ich kann das gut verstehen, also bitte nochmals: ich schreibe meine Geschichte ausführlich nieder, um euch zu helfen und meinem Arzt zu danken, aber nicht um eine Diskussion zu starten. Nehmt sie so hin oder lasst es. Zu meiner Geschichte: Ich bin 47 und 2006 an IPP erkrankt. Mein Penis war fast von Anfang an um rund 80° nach links verbogen und dabei nach unten verdreht. Nach etwa 4 Monaten kam noch eine Art Einschnürung links hinzu. Die Erektion war teils sehr schmerzhaft und an Sex war nicht mehr zu denken. Die meisten von Euch werden ähnliche Probleme haben. Anfangs war ich geschockt aber voller Hoffnung bis mir mein örtlicher Urologe eröffnete, dass es nach neuesten Studien keine sinnvolle endgültige Behandlung mit Medikamenten gäbe und auch die übliche Stoßwellentherapie laut dieser Studien keinen Effekt auf den IPP-Plaque hätte. Von einer Operation würde er mir abraten, keiner seiner IPP-Patienten sei bisher durch eine Operation glücklich geworden. Die Welt brach über mir zusammen und ich bin froh und für alle Zeit dankbar, dass ich eine sehr einfühlsame Ehefrau habe. Ich zog mich aus meinem Leben zurück. Alles drehte sich nur noch um meinen Penis und sein grauenvolles Aussehen – sie war meine Stütze. An Silvester entschloss ich, dass es so nicht mehr weiter gehen könnte und stöberte nächtelang im Internet. Hoffentlich fühlt sich keiner auf den Schlips getreten, aber all die zu schön klingenden Mittelchen und Apparate habe ich natürlich nicht ausprobiert, der gesunde Menschenverstand reicht um zu beurteilen, dass das nur Geldmacherei sein kann. Ich vereinbarte, verunsichert und geängstigt durch die Aussage meines Urologen, insgesamt 7 Termine bei verschiedenen Ärzten bundesweit und bekam zu hören, dass ich mich nach Aussagen der einen nicht operieren lassen solle oder nach Aussagen den anderen eine einfache und harmlose (wer´s glaubt !) Rafftechnik, der eine nannte sie Nesbit-Technik, andere nannten sie Essed-Schröder-Technik, die heilsbringende Abhilfe sei. Für die von Euch, die neu hier sind: diese tollen Rafftechniken raffen den gesunden Schwellkörper zusammen und begradigen so den Penis. Der Plaque wird vollständig belassen. Ich war nie der Crack in Mathe, aber ich konnte mit dem Maßband meiner Frau leicht abmessen, dass ich mindestens 4 cm an Länge verloren hätte und nicht nur wenige Millimeter wie mir von allen lapidar mitgeteilt wurde. Der letzte bei dem ich war, ein Urologe mit etwas altertümlich wirkender Praxis aus Norddeutschland ( kann ich den Namen nennen ?) den ich über das Internet gefunden hatte, machte mich nachdenklich. Auch er schlug mir Nesbit vor und fand sich hierfür sehr geeignet. In einer schnellen Randbemerkung ließ er jedoch einen Kommentar fallen, der mich aufhorchen ließ. Er erwähnte eine andere Technik, die aber ein hohes Risiko habe. Andere Technik ?? Innerlich erwuchs Hoffnung. Ich hakte aber nicht nach, da er mir persönlich sehr unsympathisch war und ich nicht den Eindruck hatte, er wolle mir dienliche Informationen geben. Am Abend stöberte ich aufgeregt im Internet aber nicht mehr in den mir bekannten Foren, sondern erstmals, manchmal ist man blöd und sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht, in Infodiensten und üblichen Anbieterhomepages. Die Technik, die ich schließlich fand, besteht darin, dass man in einer mikrochirurgischen Operation den IPP-Plaque entfernt und die kaputte Stelle der Schwellkörper mit einem Kullagenfliess repariert. Der Penis würde damit völlig wieder hergestellt und in der Länge nicht verkürzt. Ich fand zwei Ärzte, einer erwähnte diese Technik nur am Rande seiner Homepage aber immerhin und der andere hatte eine ganze Seite darüber ins Netzt gestellt, ich fand sie aber sehr kommerziell aufgezogen. Der eine, direkt in Frankfurt, hatte einen recht schnellen Termin. Ein sehr von sich überzeugter Mensch, der mir aber meinen mittlerweile erheblichen Fragenkatalog nur mit ausweichenden und missmutigen Antworten bedienen konnte. Ich hatte kein Vertrauen in seine Kompetenz in dieser Operation, er schien sie nicht oft (oder noch nie ?) gemacht zu haben. Im Nachhinein bin ich ihm dankbar, denn er war der Grund, weswegen ich dann doch noch den anderen Arzt in Darmstadt aufsuchen musste, zu dem ich eigentlich nicht wollte, weil mir eben seine Seite zu kommerziell aussah. Er ist ein griechischer Spezialist für die Behandlung der Induratio Penis Plastica und wird offenbar von vielen europäischen Kliniken zur Hilfe gerufen, wenn diese nicht weiter wissen. Ich wurde sehr positiv überrascht. Zwar musste ich 3 Monate auf den Termin warten, aber dann sehr freundlich und zuvorkommend behandelt, so wie ich es von meinem örtlichen Urologen gewohnt war und bei den besuchten „Größen“ doch schmerzlich vermisst hatte. Das Aufklärungsgespräch dem der besagte Grieche und einer seiner Assistenten beiwohnte war sehr ausführlich und man konnte alle meine Fragen zu meiner Zufriedenheit beantworten. Klingt theatralisch, ist aber so und vermittelte ein verdammt gutes Gefühl. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass es danach etliche Gespräche zwischen meiner Frau und mir gegeben hat ob ich nun sollte oder nicht und mein Kopf voll war mit Gedanken. Ich entschloss mich nach sehr reiflicher Überlegung für den Eingriff und musste dann noch 5 Monate auf einen Termin warten. Anfang 2008 war es dann soweit. Ich war wahnsinnig aufgeregt und etwas nervös, denn dieser Arzt führt die Operation ambulant durch. Bei den anderen hätte ich eine Woche im Krankenhaus liegen müssen. Ich Nachhinein übrigens logisch: die wollten mich einfach nur überwachen können und mich mit Medikamenten zudröhnen, damit mir nicht während einer Erektion die „tolle“ Raffnaht aufreist. Gott sei Dank hatte ich mich dafür nicht entschieden. Das Team in Darmstadt ist furchtbar nett und die Gespräche haben Comedycharacter. Sehr geeignet jedenfalls um die Angst zu nehmen (fast). Die Operation verlief nach Worten des Assistenzarztes komplikationslos und mir wurde danach mein Plaque in einem Döschen überreicht. Rund 3,5 cm lang und fest wie Knorpel ! Es ist Wahnsinn, das Ding zwischen den Fingern zu halten. Sorry, aber das muss hier mal raus: wer so ein Ding mit einer Raffung behandeln möchte, der hat sie doch nicht mehr alle !! Ich blieb für etwa 3 Stunden noch im Aufwachraum und wurde dann von meiner Frau ins Hotel in der Nähe gebracht. Wir hatten dort ein Zimmer gebucht und blieben bis zum nächsten Tag. Die Nacht war unruhig, ich hatte keine Schmerzen, aber es drückte ein wenig. Als eine Erektion kam, wurde ich hypernervös und rief, ich entschuldige mich dafür an dieser Stelle nochmals ausdrücklich, die Notfallnummer an und weckte ganz offensichtlich den Assistenzarzt. Der erklärte mir ruhig, dass ich keine Angst zu haben brauche, stellte einige klärenden Fragen und ich wurde wieder ruhig. Da hatte ich den armen Mann aus dem Bett geschmissen, nur weil ich durch die Raff-Ärzte in den Vorgesprächen so eine Panik vor der ersten Erektion bekommen hatte. Ich ging morgens zur Kontrolle und erhielt einen neuen Verband. Die folgenden drei Tage waren etwas aufwendig, unangenehm wäre zu viel gesagt, aber toll halt auch nicht. Ich verbrachte sie zuhause und ließ mich verwöhnen. Nach einer Woche nahm ich den Verband ab und ging duschen. Mein Penis sah schon merkwürdig und verfärbt aus aber ich wußte, dass dies normal sei und war seit dieser Nacht im Hotel wirklich sehr entspannt. Es dauert eine Weile, bei mir knapp 7 Monate, bis das Transplantat umgebaut ist und der Penis wieder seine volle Länge und Festigkeit hat, aber jetzt ist alles wieder wie vor der Erkrankung ! Der Plaque ist raus, der Penis gerade und lang und ich bin heilfroh, mich operiert haben zu lassen, bzw. mich dort operiert haben zu lassen. Mein Nachbar im Aufwachraum wurde zwei Mal nach Nesbit operiert, was beide Male schief lief und er musste sich von dem Griechen korrigieren lassen. Bin ich froh, dieses Martyrium nicht durchlebt zu haben. Meine Aussagen im Text sind klar und deutlich, das war und ist mein Anliegen. Glaubt es oder lasst es sein, ich möchte weder bekehren noch diskutieren. Ich wünsche Euch viel Erfolg bei der Behandlung eurer IPP.
Wir hoffen,dass dieser Eingriff in jener Privatklinik Deine Erkrankung für immer...geheilt hat!
Leider können sich wohl nur wenige die finanzielle Belastung dort leisten!
Wir freuen uns,dass Du es offenbar geschafft hast-wollen den Artikel auch nicht weiter kommentieren,ihn anzweifeln oder als versteckte Werbung abtun...es sei Dir von Herzen gegönnt!
Unser Anliegen bleibt trotzdem:die medizinische Grundlage für diese Erkrankung zu erforschen und deshalb richten wir unser Augenmerk besonders auf kommende Medikamente und Zusammenhänge,die dieser Erkrankung -hoffentlich bald-entgegenwirken können bzw.zu deren Heilung führen können,sei es präventiv oder curativ.
Wir denken auch-sollte die Technik "Deines" Operateurs derart erfolgreich sein-könnte oder besser müsste jener aus ethischen Gründen der menschlichen Heilkunde diese nicht jedem interessierten Chirurgen zur Kenntnisnahme und zum eigenen Unterricht vermitteln...damit diese dann zum "state of the art" jedes urologisch tätigen Chirurgen werden kann?
Ein Eintrag in den Geschichtsbüchern der Urologie wäre ihm gewiss sicher!
Bei allem Respekt: Alles hat seinen Preis...aber Humanmedizin sollte eigentlich frei von kommerziellen Gedanken sein! Dem Menschen dienen,seine Erkrankung zu heilen,annehmen als Lohn,was der Kranke geben kann oder der Geheilte spenden will über das soziale Krankenkassengefüge hinaus...so verstehen wir von induratio.com den Auftrag des Heilens!
Ohne jetzt pathetisch werden zu wollen:
Der grosse Arzt dieser Erde war Jesus Christus-er legte seine Hand auf und Blinde wurden sehend,Lahme wurden gehend...ER brauchte keinen Geldkeller um Reichtümer zu horten...wir wissen,in diesem System der Menschlichkeit herrschen niedere Gesetze...nichts geht mehr ohne Geld...aber als Richtschnur sollte doch jedem praktizierenden Arzt jenes Beispiel des Königs der Juden als roter Faden dienen...!
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