induratio.com
Aktuelle Informationen über die induratio penis plastica - Peniskrümmung - Peyronie´s Disease - La maladie de la Peyronie - Ipp.
 Foren
induratio.com :: Foren :: induratio.com Forum :: Allgemeine Diskussion über die Erkrankung
 
<< Vorheriger Thread | Nächster Thread >>
Allgemeine Fragen
Moderatoren: admin
Autor Eintrag
Stefan1981
Fr Apr 05 2019, 02:32
Registriertes Mitglied #2334
Dabei seit: Fr Apr 05 2019, 02:22
Einträge: 5
Guten Tag liebe "Mitstreiter".

Ich habe vor einem halben Jahr ca. erfahren das ich PPP haben. Leider ist es wie bei vielen das mein Urologe angeht so das er ziemlich ratlos ist was die Behandlung angeht.

Ich bekomme seit 4-5 Monaten Tadalafil als Tabletten was aber naja mehr schlecht als recht funktioniert.

Meine Symptome sind auch ein wenig anders (wenn ich mir die ganzen Erfahrungsbericht im netz so anschaue). Ich habe keine (bzw. es bildet sich keine Verkrümmung) sondern der Penis dreht sich langsam immer mehr um die eigene Achse (was nicht nur nicht schön aussieht sondern auch extrem schmerzhaft langsam ist :(


Meine Frage an euch ist welchen Urologen ihr empfehlen könnt der wirklich Ahnung auf dem Gebiet hat egal wo oder hier oder in der Schweiz oder Österreich etc. das spielt keine Rolle.

Also ein Urologe der mit Operationen sehr gute Erfahrungen hat und NICHT die "Raffmethode" anwendet :/


Für Empfehlungen und Hilfe wäre ich sehr dankbar :(
Nach oben
Berliner
Sa Apr 06 2019, 12:56
Registriertes Mitglied #2335
Dabei seit: Sa Apr 06 2019, 12:42
Einträge: 1
Hi Stefan,
ich selbst habe eine Krümmung von 35° und bin in der stabilen Phase. Lasse mich momentan in der Uniklinik Freiburg von Dr. Christian Leiber behandeln.Voruntersuchung war letztes Jahr im November und jetzt war ich vor einigen Tagen zur ersten Behandlung dort.Bekomme Xiapex Injektionen alle 4 Wochen. Minimum 3 Injektionen, höchsten 6 Injektionen.Er meinte, dass Xiapex wohl nur bei 50% der Männer wirksam sei. Bei denen, wo es wirkt, wird durchschnittlich eine Verbesserung von 30° zu erreichen sein.Bei mir würden im besten Fall noch 5° übrig bleiben. In deiner Stelle würde ich ihm mal eine email schicken, kurz dein Anliegen schildern und einfach fragen, was du tun kannst. Jedenfalls ist er ein Experte, was IPP anbelangt. Alles gute, viele Grüße aus Berlin
Nach oben
Stefan1981
Sa Apr 06 2019, 11:35
Registriertes Mitglied #2334
Dabei seit: Fr Apr 05 2019, 02:22
Einträge: 5
Vielen Dank für den Tipp ja das werde ich dann mal am Montag machen.
Gelesen habe ich das schon oft das die Injektionen leider nur bei einem "kleinen" Teil der Männer funktionieren. Ich denke ich werde mich wenn wohl direkt operieren lassen. Es gibt ja 3 Arten der Operationsmethoden. Und die dritte (die leider wohl nur von 2-3 Ärzten irgendwie durchgeführt wird" käm dann wahrscheinlich in frage. Aber man hofft und versucht natürlich auch andere Sachen. Das Tadalafil bringt auf jedenfalls leider gar nichts. Und im Moment, so blöd wie es klingt, ist mir das "verdreht" sein egal nur diese Schmerzen sollen endlich aufhören :( das ist nicht mehr auszuhalten....
Nach oben
derAndrologe
Mo Apr 08 2019, 10:34
Registriertes Mitglied #2308
Dabei seit: Di Sep 25 2018, 10:44
Einträge: 23
Guten Tag, Tadalafil als 5mg ist eigentlich nur für die Behandlung der gutartigen Prostatavergrösserung zugelassen. Das ein PDE5 Hemmer eine Heilung bei IPP verursachen sollte, ist mir neu (und ich mache das schon seit vielen Jahren!). Als unterstützendes Präparat postoperativ zur Erektionsprophylaxe wende ich Tadalafil auch gerne an.
An operativen Methoden mangelt es sicherlich nicht.Welches ist denn die 3. , die nur von 2-3 Ärzten irgendwie durchgeführt wird?? Da bin ich sehr gespannt drauf. Denn eine Torrsionsdeviation ist ja jetzt nicht sooo selten!
Alles Gute
Nach oben
Stefan1981
Mo Apr 08 2019, 11:28
Registriertes Mitglied #2334
Dabei seit: Fr Apr 05 2019, 02:22
Einträge: 5
Guten Morgen,

ich habe schon öfter gelesen das Tadalafil für IPP eingesetzt wird ob das nun gut oder schlecht ist keine Ahnung :/ Aber bei mir scheint es irgendwie rein gar nichts zu bringen. Auch eine höhere Dosis (aktuell 20 MG) erzielt wohl keinen Effekt.

Wie die Methode heißt kann ich nicht sagen. Nur das die Plaques entfernt werden und durch eigenes Gewebe ersetzt werden etc. Bisher bin ich nur auf 3 Ärzte gestoßen die dies wohl umsetzten da die meisten wohl diese "Raffmethode" anwenden. Was für mich aber außer Frage steht diese anwenden zu lassen.


Allerdings ist für mich aktuell in erster Linie wichtig das diese Schmerzen aufhören. Da ich auch Narkoleptiker bin (nein nicht die Form wo man plötzlich einschläft sondern genau das Gegenteil bin mehr oder minder rund um die Uhr wach) macht es das alles nicht besser da ich Medikamententechnisch eh schon "zu viel" nehme.
Nach oben
derAndrologe
Mo Apr 08 2019, 03:40
Registriertes Mitglied #2308
Dabei seit: Di Sep 25 2018, 10:44
Einträge: 23
Hallo, PDE5 Hemmer werden ausschließlich von Kollegen empfohlen, die sich mit der Erkrankung nicht beschäftigen.
Derzeit ist im deutschen Sektor ausschließlich das Potaba 12g/d für die Behandlung der IPP zugelassen. Über die internationale Apotheke lassen sich noch andere Mittel bestellen. Da bis einschließlich heute nicht die Ursache der Induratio geklärt ist, gibt es auch keine aprobates Mittel dagegen. Auch eine Operation bringt keine Heilung!!! Die Operation verändert ausschließlich das Erscheinungsbild.
Das andere " Institute" propagieren " Wir sind die einzigen die die Erkrankung heilen" in dem sie den " Plaque herausschneiden, ist schlichtweg gelogen und grenzt an Betrug. Nachweislich bringt das totale entfernen der narbigen Platte keinerlei Vorteile, ganz im Gegenteil.
Ein eigenes Gewebe kann aus Corpus cavernosum ersatzt nicht verwendet werden, da kein körpereigenes Material der Belastung standhalten würde. Alle damals transplantierten Gewebe ( Venen, Arterien, Mundschleimhaut, Haut) sind entweder gerissen oder führten zum "Bulging" (ausbeulen).
Allein SIS Patches oder das seit einigen Jahren verwendete Kollagenvlies sind geeignet. Wobei das Kollagenvlies den Vorteil hat, durch körpereigenes starkes Gewebe ersetzt zu werden.
Tadalafil 20mg ist ein "on demand" Medikament und nicht zur dauerhaften Einnahme geeignet. Ich kann davon nur abraten.
Meist rate ich meinen Patienten in der aktuen Phase zu einer niedrig dosierten NSAR Therapie und zeitgleich die regelmäßige mehrfache Anwendung einer Vakuumpumpe.
Nach oben
derAndrologe
Mo Apr 08 2019, 03:50
Registriertes Mitglied #2308
Dabei seit: Di Sep 25 2018, 10:44
Einträge: 23
Kurz nochmal. Xiapex ist nicht für die "akute " Phase zugelassen!
Nach oben
Stefan1981
Mo Apr 08 2019, 06:28
Registriertes Mitglied #2334
Dabei seit: Fr Apr 05 2019, 02:22
Einträge: 5
Guten Abend,
also soll ich meinem Urlologen mitteilen das er mir bitte das Medikament Potaba 12g/d verschreibt? Wissen sie wie teuer dieses Medikament in etwa ist da ich privat versichert bin und die PKV ja leider nicht alles übernimmt etc.

Bzgl. der Plaques: Was empfehlen sie den dann?
Nach oben
derAndrologe
Di Apr 09 2019, 09:14
Registriertes Mitglied #2308
Dabei seit: Di Sep 25 2018, 10:44
Einträge: 23
Hallo, Potaba kostet für 240 Tabletten 500mg 64,08€ (10Tage)und in der 3x240 Packung 162,70€ (30 Tage)
Die Kosten werden normalerweise von den Kassen übernommen.
Bezüglich der Plaques ist man sich einig, das die genau da beleiben, wo sie sind. " To do as less harm to the patient, as possible!"
So wenig wie möglich Schaden anrichten!!
Nach oben
Stefan1981
Di Apr 09 2019, 10:15
Registriertes Mitglied #2334
Dabei seit: Fr Apr 05 2019, 02:22
Einträge: 5
Guten Morgen,

ich habe grade einen Termin vereinbart für Donnerstag Morgen. Ich werde meinen Urologen fragen bzw. bitten mir Potaba einmal zu verschreiben. Vielleicht stellt sich ja eine "Verbesserung" ein.
Des Weiteren muss ich dann schauen ob er mir ein entsprechende Schmerzmittel aktuell verschreiben kann. Diese sind nämlich seit 3 Tagen nicht mehr zu ertragen und treiben mich Buchstäblich in den Wahnsinn....

Wenn sich der Penis nun weiter verändert sprich weiter um die eigene Achse dreht und eine Krümmung sich weiter einstellt kommt man ja wahrscheinlich nicht mehr um eine Operation herum.
Welche würden sie dann ggf. empfehlen wenn die Plaques nicht "entfernt werden sollen.

Vielen Dank für ihre Mühe erstmal.
Nach oben
derAndrologe
Mi Apr 10 2019, 10:06
Registriertes Mitglied #2308
Dabei seit: Di Sep 25 2018, 10:44
Einträge: 23
Guten Tag, niedrig dosierte NSAR sind in der Apotheke frei verkäuflich. Ibuprofen 400mg z.B. aber nur 200 mg 1-1-1-1 einnehmen.
Als operative Maßnahme kommt je nach Befund eine Grafting OP mit Tachosil oder ggf. kleinere Corporoplastiken in Frage.
Nach oben
sgles
So Jan 26 2020, 07:26
Registriertes Mitglied #2359
Dabei seit: So Jan 26 2020, 07:09
Einträge: 3
Hallo zusammen,

ich bin sehr froh, dieses Forum gefunden zu haben, in dem sich aktiv über diese Krankheit ausgetauscht wird. Ich habe jetzt einige Threads hier gelesen und habe irgendwie mehr Fragen als vorher. Aber vielleicht stelle ich mich kurz vor. Ich bemühe mich, nicht allzu ausschweifend zu werden.

Ich bin 29, komme aus München und habe ungefähr im November letzten Jahres angefangen, schleichend einen Schmerz an meinem Penis im erigierten Zustand zu verspüren. Dieser Schmerz hatte sich über die letzten 2 Monate stark verstärkt. Vor wenigen Wochen verspürte ich dann auch schon eine Verhärtung am Schaft. Ich wandte mich daraufhin an einen Urologen in München. Ich wurde untersucht und bekam die Diagnose IPP. Er klärte mich darüber auf und stellte ein paar Therapiemöglichkeiten und Medikamente vor. Erwähnt wurden die Therapien Iontophorese und die Stoßwellentherapie mit zusätzlicher Medikation von Potaba 4x3mg Pulver und gegebenenfalls Tadalafil 1x5mg.

Beide Therapien belaufen sich wohl auf die 1000€ zu, wenn ich das richtig verstanden habe. Potaba selbst gibt es für 10€ in einem Bündel aus 3 Schachteln, wobei eine Schachtel aus 30 Pulverpäckchen besteht. 6 Monate lang soll ich das Zeug einnehmen. Gestern, Samstag, habe ich morgens damit begonnen und musste schnell feststellen, dass trotz Mahlzeit das Medikament anstrengend ist und auf den Magen und mein Wohlbefinden schlägt. Nach der heutigen Einnahme am Morgen nach dem Frühstück bekam ich starke Kopfschmerzen, Sodbrennen und verbrachte erstmal vor Schwäche 2 Stunden im Bett. Tadalafil habe ich gestern Abend eingenommen und hatte dann Nachts vor dem Schlafengehen eine schöne Erektion, die ich durch Masturbation wegbekommen habe, da die Bettdecke ja dann schon etwas auf den Penis drückt und ich dadurch noch mehr Schmerz verspüre. Aufgrund des schlechten Wohlbefindens und des Kopfschnerzes habe ich die nächste Dosis erstmal ausgelassen, um mich zu erholen. An die nächste Dosis werde ich mich jetzt mal wieder ranbewegen.

Zu diesem Thema habe ich mittlerweile einiges gelesen. Darunter auch, dass man für eine solch lange Medikation eigentlich zuerst ein Blutbild benötigt, um entscheiden zu können, ob das Mittel vertretbar ist. Aber das wurde bei mir nicht durchgeführt.

Nun lese ich allerdings nicht nur hier, sondern auch auf anderen Seiten, dass Potaba nicht sonderlich hilfreich ist, zumindest bei den meisten nicht. Ich bin im Netz auf das Deutsche Zentrum für Urologie und phalloplastische Chirurgie gestoßen (ich möchte hier keine Werbung machen, sondern erfragen, wie ernstzunehmend dieses Zentrum sein könnte. Auch links will ich nicht posten). Sie behaupten, das einzige Zentrum zu sein, welches durch ihre Erfahrung mit IPP die besten Ergebnisse erzielt. In ihrem Artikel über die IPP wird beschrieben, dass sie mit ihren europäischen Superspezialisten erfolgreich operieren. Es wird geschrieben, dass all die konservativen Therapien unsinnig sind und nur alles hinauszögern würden. Dort wird auch sehr die aktuelle medizinische Lage in Deutschland kritisiert. Aber je weiter ich lese, desto eher kommt mir das Gefühl hoch, dass sie nur für sich werben möchten. Mit einem ziemlich aggressiven Ton soll dieser Artikel wohl als Appell fungieren. Nicht nur für Patienten, sondern man findet darunter auch einen Appell an die "Kollegen". Aber liest selbst und schreibt, was ihr denkt.

Nun weiter zu meinen Fragen. Wie ich wohl richtig verstehe, handelt es sich bei dem User derAndrologe um einen Arzt, der sich mit der Materie auskennt. Auch ein freundliches Hallo an Sie. Eventuell könnten Sie mich da auch gut beraten. Ich befinde mich wohl momentan in der akuten Phase. Wobei ich auch schon gelesen hatte, dass die Phase nicht mehr akut ist, sobald sich die ersten Knoten gebildet haben. Da ich dieses Leiden erst seit ungefähr 3 Monaten habe und noch keine Krümmung feststellen kann, bin ich da etwas besserer Hoffnung. Auch meine langjährige Freundin unterstützt mich dabei.
Nun weiß ich aber nicht mehr so recht weiter, was ich am besten in die Wege leiten soll. Eigentlich hatte ich vor, am Montag in der Praxis anzurufen, um mit der Stoßwellentherapie zu beginnen. Auch habe ich gelesen, dass Phallosan sehr gute Ergebnisse liefern soll.
Zwar habe ich (noch) keine direkte erektile Dysfunktion, aber merke, dass er durch den Schmerz etwas weniger hart ist als sonst und auch schneller schlapp macht. Glücklicherweise hilft das Tadalafil wohl sehr gut, dass er lange aufrecht erhalten bleibt, aber um ehrlich zu sein bin ich auch kein Fan von Medikamenten. Wäre denn eine Iontophorese eventuell sinnvoll? Ich weiß es nicht. Es ist ja auch sehr kostspielig, weshalb ich mich da jetzt wohl entscheiden muss.

[ Bearbeitet Mi Jan 29 2020, 10:47 ]
Nach oben
Spider59
Mo Jan 27 2020, 10:55
Registriertes Mitglied #2265
Dabei seit: Do Nov 16 2017, 07:03
Einträge: 43
Hallo Sgles,
schön das Du hier her gefunden hast.
Beratungsstelle Düsseldorf hier rechts. Da findest Du den Andrologen.
Des weiteren Uni Freiburg Xiaplex Therapie.
Und Urologie am Ring Köln hat auf Youtube ein sehr gutes Video über IPP eingestellt. 29 ist sehr jung. Erblich belastet? Ich bin schon 60.
L.G.
Nach oben
derAndrologe
Mo Jan 27 2020, 11:33
Registriertes Mitglied #2308
Dabei seit: Di Sep 25 2018, 10:44
Einträge: 23
Guten morgen. Ob man sich in der akuten Phase befindet oder nicht, lässt sich auf Grund eines Plaques nicht feststellen. Knoten oder nicht, haben keinerlei Aussagekraft bezüglich der Phase. Die ESWT gilt nicht als zugelassene Therapie für die IPP. In keiner "guten" Studie konnte dieses bewiesen werden. Xiapex ist und war niemals für die IPP zugelassen. Daher werden die Kosten hierfür nicht von den Krankenkassen übernommen. Die Iontophorese kann ausschließlich zur Schmerztherapie etwas beitragen. Diese Therapie wird in der Urologie üblicherweise für das chronische Beckensyndrom oder chronischer Blasenschmerz durchgeführt.
Die Klinik Bogenhausen in München hat einige gute Kollegen, die sich auch mit der Materie IPP gut auskennen.

[ Bearbeitet Mo Jan 27 2020, 11:34 ]
Nach oben
sgles
Mo Jan 27 2020, 07:12
Registriertes Mitglied #2359
Dabei seit: So Jan 26 2020, 07:09
Einträge: 3
Spider59 schrieb ...

Hallo Sgles,
schön das Du hier her gefunden hast.
Beratungsstelle Düsseldorf hier rechts. Da findest Du den Andrologen.
Des weiteren Uni Freiburg Xiaplex Therapie.
Und Urologie am Ring Köln hat auf Youtube ein sehr gutes Video über IPP eingestellt. 29 ist sehr jung. Erblich belastet? Ich bin schon 60.
L.G.


Ah gut zu wissen, danke! Das Video werde ich mir ansehen. IPP ist mittlerweile leider zu meinem neuen Hobby geworden.
Nach oben
sgles
Mo Jan 27 2020, 07:56
Registriertes Mitglied #2359
Dabei seit: So Jan 26 2020, 07:09
Einträge: 3
derAndrologe schrieb ...

Guten morgen. Ob man sich in der akuten Phase befindet oder nicht, lässt sich auf Grund eines Plaques nicht feststellen. Knoten oder nicht, haben keinerlei Aussagekraft bezüglich der Phase. Die ESWT gilt nicht als zugelassene Therapie für die IPP. In keiner "guten" Studie konnte dieses bewiesen werden. Xiapex ist und war niemals für die IPP zugelassen. Daher werden die Kosten hierfür nicht von den Krankenkassen übernommen. Die Iontophorese kann ausschließlich zur Schmerztherapie etwas beitragen. Diese Therapie wird in der Urologie üblicherweise für das chronische Beckensyndrom oder chronischer Blasenschmerz durchgeführt.
Die Klinik Bogenhausen in München hat einige gute Kollegen, die sich auch mit der Materie IPP gut auskennen.


Auch Ihnen danke für die Informationen. Ich bin froh, dass ich in meiner Nähe vorerst einen Arzt gefunden habe, der sich damit beschäftigt hat. Ich werde mich mit einer Stoßwellentherapie nun am Mittwoch ausprobieren. Davor würde ich aber gern erstmal den Arzt nach seiner Meinung fragen, was er denn von einem multimodalen Therapiekonzept hält, welches man beim Porst Hamburg (European Institute for Sexual Health) auf ihrer Webseite findet. Was haltet ihr davon? Also mit PDE5 Hemmern bzw. Antioxidantien + Stoßwellentherapie + Penisstrecker. Potaba habe ich wieder abgesetzt, weil das schon sehr auf mein Wohlbefinden wirkt. Auch Tadalafil lasse ich erstmal weg, da ich glaube, dass das (noch) nicht notwendig ist.

Denkt ihr, es wäre vernünftig, den Penis über die Therapie hinweg erstmal zu schonen? Also sich enthalten in Sachen Sex und Masturbation.

Ich würde hier gerne meinen Prozess protokollieren. Mache dafür dann eventuell einen neuen Thread auf.

EDIT:
Ich habe mir die zwei Videos von der Urologie am Ring auf YouTube angesehen und die erwähnten Therapiemöglichkeiten decken sich sehr gut mit dem multimodalen Therapiekonzept. Ich habe mich doch dafür entschieden, Tadalafil weiterhin einzunehmen. Bei Potaba, das scheinbar auch antioxidativ wirken soll, würde ich gerne wissen, ob auch eine Halbierung der Dosis möglich wäre.

[ Bearbeitet Mo Jan 27 2020, 08:33 ]
Nach oben
derAndrologe
Fr Jan 31 2020, 07:20
Registriertes Mitglied #2308
Dabei seit: Di Sep 25 2018, 10:44
Einträge: 23
Guten morgen, jeder hat das recht die Therapie seiner Wahl einzuleiten. Jedoch muß gesagt werden, daß die Wirksamkeit einer ESWT bei IPP in keiner Studie belegt werden konnte, das diese die Verkrümmung aufhält oder verbessert. Lediglich konnte eine Schmerzlinderung nachgewiesen werden. Auch auf der oben genannten Website werden ausschließlich "eigene Beobachtungen" beschrieben. Warum die ESWT einen kalzifizierten Plaque verändern sollte, ist in meinen Augen völliger Blödsinn, da der Plaque so gut nicht durchblutet ist. Im Gegensatz zu Gelenkbändern, die von den Orthopäden mit Stoßwellentherapie behandelt werden.
PDE5 Hemmer steigern nachweislich die Durchblutung im Schwellkörper, warum es hier zu einer Verbesserung der IPP kommen soll, erschließt sich nicht. Die ESWT kann nachweislich auch eine erektile Schwäche, ebenfalls durch Durchblutungssteigerung, unterstützen.
Versteht mich bitte nicht falsch, ich denke, daß neue Therapiekonzepte und konservatives Vorgehen immer eine tolle Idee ist. Nur Patienten mit Versprechungen zu, zum Teil nicht zugelassenen und von den Krankenkassen nicht unterstützen Therapien, zu überzeugen und damit sehr viel Geld zu verdienen, finde ich zumindest fragwürdig.
Manuelle Therapie und Vakuumpumpen-Therapie finde ich klasse, aber solange es keinen Nachweiß für eine " BESSERE" Therapie gibt, halte ich mich damit zurück.
Primum non noncere.
Nach oben
banane
Mo Mär 16 2020, 01:54
Registriertes Mitglied #577
Dabei seit: Do Aug 30 2012, 09:46
Einträge: 48
Hi, ich bin kein Arzt. Trotzdem hier meine Gedanken zur ESWT: Nierensteine sind doch auch nicht durchblutet und werden schon länger erfolgreich mittels Stoßwellen "zerschossen". Warum sollte ähnliches nicht grundsätzlich auch mit den Kalkablagerungen im Schwellkörper möglich sein? Ich habe vor zwei Tagen mit einem Urologen aus Göttingen telefoniert, der mir sagte, dass ihm das bereits bei zwei Patienten gelungen wäre. Bei der Mehrheit hätte es aber nicht so gut geklappt, weswegen er über eine Kombination der ESWT mit der Enzym-Injektionstherapie nachdenkt. Hast Du außerdem die Doktorarbeit von David Wahl "Der Stellenwert der ESWT in der Behandlung der Induratio penis plastica" (Charité, 2019) gelesen? Darin wird eine Reduktion der Deviationen nach ESWT-Applikation beschrieben (siehe auch mein Post unter "ESWT"). LG!

[ Bearbeitet Mo Mär 16 2020, 09:15 ]
Nach oben
kovasis
Fr Okt 02 2020, 02:37
Registriertes Mitglied #2203
Dabei seit: Mi Okt 05 2016, 05:36
Einträge: 54
Hallo Zusammen,
Ich hab mich nach langem mal entschlossen wieder hier vorbeizuschauen und möchte zu dem was ich hier so lese auch mal was sagen.
Also von Potaba ist abzuraten (absolutes Mittelalter) und es hat emien leberwerte durch die Decke gehen lassen ganz zu schweigen von dem erbärmlichen allgemeinem Gefühl nach jeder Einnahme (ich habe es dennoch 3 Monate lang genommen).
Hat nichts zum positiven verändert.
Von jeder Srt Art der Manipulation (Vakuumpumpe oder Streckapparaten) kann ich ebenfalls nur abraten , insbesondere in der sogenannten Akuten Phase . Ich verstehe nicht wie man so etwas empfehlen kann. Mir hat es jedenfalls zwei weitere Plaques unterhalb der Eichel eingebracht nach einigigen Wochen.

ESWT habe ich auch probiert - hat weder etwas verschlechtert, noch etwas verbessert - allerdings waren die Plaques zu der Zeit noch nicht kalzifiziert - vielleicht probiere ich es nochmal.

Tadalafil nehme ich konstant seit nunmehr 4 Kahren und habe damit keine Probleme (sehr gute Erektionen) Die Plaques fühlesn sich bis auf die anscheinend kalzifizierten stellen eher weich an. Ich finde es durchaus nachvollziehbar, das Tadalafil den Verlauf positiv beeinflusst.
Zudem nehme ich noch pentoxifilin (inzwischen nur noch 400mg) pro Tag - auch hier kann ich zumindest keine negativen Erfahrungen berichten.
Man kann es im Forum nachlesen, ich habe eine whare Odyssey hinter mir und kann inzwischen sagen, das ich gut mit der Krankheit leben kann, was nicht zuletzt daran liegt, das man sich auch mental im Griff hat damit.
Was die Operationen angeht finde ich diese nesbit am allerschlimmsten , auch hier verstehe ich nicht warum so etwas noch angeboten wird - Mittelalter!
Wenn überhaupt eines Tages eine OP ansteht, werde ich mir ein penis Implantat einsetzen lassen - meiser Meinung nach läuft es früher oder später ohnehin darauf hinaus - alles andere ist reines Glücksspiel - natürlich auch das einsetzen des Implantates (siehe Frank Talk und co. für diverse Berichte dazu) aber falls diese Gelingt und die Wahrscheinlichkeit ist hoch (fallabhängig natürlich) hat man für längere Zeit "Ruhe" und noch einige andere Vorteile :-).
MFG
kovasis
Nach oben
charlottenburger
Mo Okt 26 2020, 11:34
Registriertes Mitglied #2380
Dabei seit: Mo Okt 26 2020, 11:08
Einträge: 2
@kovasis (02.10. 02:37)
Hi Kovasis, du schreibst:
"Also von Potaba ist abzuraten (absolutes Mittelalter)"
Wieso?
Immerhin ist Potaba in Deutschland das einzige zugelassene Mittel zur Behandlung vo IPP.
Ich frage, weil ich es verschrieben bekommen habe (meine Leberwerte werden alle vier Wochen kontorlliert und bleiben bestens.)
Daher interessiert mich, warum du das für mittelalterlich hältst und was es ggf. für Alternativen gibt. Danke!
Tom
Nach oben
Spider59
Sa Okt 31 2020, 02:28
Registriertes Mitglied #2265
Dabei seit: Do Nov 16 2017, 07:03
Einträge: 43
Hallo, ich auch mal wieder, nachdem das alte Forum`s-Schlachschiff Kovasis sich gemeldet hat.
Ich kann auch nur bestätigen, Potaba null Wirkung auch bei mir. Ebenso die Tadalafil Kur mit 5mg über 3 Monate. Auch null.
Zum Thema Implantat: Da war ich auch Feuer und Flamme. Aber die Urologen die ich bis dato konsultiert habe, haben alle davon abgeraten. Weil man später denkt, da ist etwas, was nicht richtig zum Körper gehört. Außerdem bleibt die Eichel taub, was für viele ein echtes Manko darstellt. Zu lesen auf sind etliche Berichte darüber. Natürlich auch viel Positives. Ich denke man muß abwegen.
Neu ist mir, durch das Video von Urologie am Ring in Köln, die Behandlung der IPP mittels Laser. Da werde ich mich schlau machen. Die ED kann man ja mittels Pillen, evtl einer Kombi aus Viagra und Cialis bekämpfen. Oder mit einer Vakuumpumpe. Andere Mögglichkeit sehe ich im Augenblick nicht. Selbst das einreiben des Penis mit DMSO und anschließend mit Arnika oder Kytta-Salbe hat null Wirkung gezeigt. Auch die Einnahme von OPC Kapseln brachte bisher nichts.
Aber, dass sage ich auch: wenn die Kasse die OP nicht zahlt, dann sieht es finanziell düster aus, bei Kosten von 12. bis 15.000 Euro.
P.S
werde in 14 Tagen 61. nur so zur Einordnung und leide schon seit Mitte 40 unter ED und seit ca 3. Jahren unter IPP.
Nach oben
 

Forum:     Nach oben

Syndicate diesen thread: rss 0.92 Syndicate diesen thread: rss 2.0 Syndicate diesen thread: RDF
Powered by e107 Forum System
 
Home Produkte Kontakt Haftungsausschluss Links
copyright : induratio.com
(webhosting by novacompany.ch)
induratio.com 2000 - 2020