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Ipp mit 21 - Depression
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Autor Eintrag
jacky
So Jul 08 2018, 07:26
Registriertes Mitglied #2300
Dabei seit: So Jul 08 2018, 06:42
Einträge: 2
Hallo!

Ich habe Ende letzen Jahres/Anfang dieses Jahres das erste mal einen Knubbel am Penis gefühlt. Ich dachte es sei eine Venenthrombose oder Folge einer Verletzung, und es würde von selbst weggehen... Als Schmerzen dazukamen war ich beim Urologen. Der machte ein Sono und stellte verkalkte Plaques fest, meinte es sei nichts schlimmes, ich solle es beobachten. Medikamente seien nutzlos.
Ich hatte auch wegen meinem Studium genug Ablenkung und hatte kein Problem damit, abzuwarten.
Jetzt ist ein halbes Jahr vergangen, ich bin am Boden zerstört. Von einem anderen Urologen hatte ich gesagt bekommen, Vitamin E zu nehmen, hat natürlich nichts gebracht.
Die Krankheit schreitet voran, ich habe direkt unter der Eichel eine Einschnürung, der Durchmesser in diesem ca. 1 cm langen Areal ist auch um 1 cm vermindert. Geschrumpft ist das nicht mehr schöne Stück auch um etwas mehr als einen CM. Eine Krümmung habe ich nicht. Beim letzten Geschlechtsverkehr war die Erektion ausreichend. Nicht prima, nicht superfest, aber es ging. Wenn ich jetzt masturbiere kann ich keine Erektion halten.
Ich versuche es ab jetzt mit der Einnahme von Arginin, Citrullin, Carnitin.
Habe nächste Woche einen Termin, eventuell versuche ich es dann auch mit Potaba und weiter Vitamin E. Haufenweise Tabletten und Pulver zu schlucken halte ich eigentlich für Banane, aber es wird zur Verzweiflungstat.
Vor zwei Wochen hatte ich Sex, es hat alles funktioniert, aber ich bin jetzt an einem Punkt, wo mir jegliche Lust vergangen ist. Ich sehe das Fortschreiten und mich überkommt nur pure Verzweiflung. Ich bin noch sehr jung, ich habe keine feste Freundin, und die Angst, wie es denn weitergehen soll ist entwaffnend. Schaue ich auf mich runter überkommt mich Ekel. Sehe ich mein malträtiertes Teil und fühle ich die Verhärtungen darin füllt sich mein Kopf mit sehr lebensverneinenden und negativen Gefühlen.

Ich weiss, was es für Krankheiten gibt. Ich habe Menschen leiden, siechen, sterben und mit viel schlimmeren Krankheiten umgehen sehen, Menschen die über mich lachen würden.
Aber ich bin halt nicht "schwer" krank - ich bin eigentlich sehr gesund, sehr sportlich, habe einen trainierten Körper - und doch fühle ich mich entmännlicht, unfähig, vom eigenen Körper verspottet und der Fähigkeit entzogen, ein "normales", "unbeschwertes" Leben zu führen.
Sollte es keine Besserung geben und das Fortschreiten weitergehen, ist mein jetziger Lebensentwurf für mich nicht mehr haltbar. Dann muss ich mein gesamtes Weltbild und meine Art zu leben vollkommen umstellen. Ich hatte noch nie eine feste Freundin, und nun scheint es mir, als würde es auch so bleiben. Ich kann nicht mehr einfach so eine Frau kennenlernen, verführen, mit ihr zusammenkommen. Jetzt bin ich nicht mehr alleine - mir sitzt diese lästige Erkrankung im Nacken. Ich will nicht darüber reden müssen, es jemandem erklären müssen, es ist für mich ein Makel, eine Schwäche, etwas was mich selbst abstößt, erst Recht wird es eine Frau abstoßen, auch wenn sie es nicht zugeben mag. Mein Leben scheint in die Richtung der vollkommenen Einsamkeit zu gehen. Ich weiss was ältere und lebenserfahrenere Männer jetzt sagen werden: es geht nicht nur um deinen Schwanz, Penetration ist nicht das einzige, man soll sich nicht auf sein Penis reduzieren etc.
Das ist mir absolut klar. Aber diese Tipps sind halt deswegen da, weil sie eine Scheißsituation etwas weniger beschissen machen wollen. Aber es bleibt eine Scheißsituation, daran kann auch der beste Tipp nichts ändern. Klar kann man schönen Sex ohne Penetration haben. Aber es würde immer etwas fehlen.
Der einzige Ausweg der diese Krankheit gleichgültig werden ließe wäre, wenn ich plötzlich asexuell wäre und es keine Rolle spielte, weil ich meinen Penis dann eh nicht zum Sex einsetzen wollen würde. Aber ich bin es nicht. Und ich will es auch nicht sein.
Ich hätte nie gedacht, dass mich so etwas derart aus der Bahn werfen würde. Studium, Familie, Freunde, Frauen, Sport, Abenteuer, Reisen... das wären die Themen, mit denen ich am liebsten jede freie Minute beschäftigt wäre. Aber aktuell denke ich nur an das Problem "da unten" und falle stimmungsmäßig immer tiefer.
Was ich erzähle ist bestimmt nichts Neues für euch und nichts fremdes. Vielleicht liest dies jemand und hat schon allein davon etwas, dass er weiss, dass er nicht alleine ist. Dennoch hoffe ich sehr, dass jemand Tipps hat oder sonstige hilfreiche Vorschläge.
Einerseits bezüglich der Behandlung. Andererseits, wie man mental damit umgehen kann.
Danke euch schonmal im Vorraus.
Lg,
jacky
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kovasis
Di Jul 10 2018, 09:46
Registriertes Mitglied #2203
Dabei seit: Mi Okt 05 2016, 05:36
Einträge: 53
Hallo Jacky,
Mein beileid.. Schlimm das es anscheinend tatsächlich auch so früh auftreten kann.
Eigentlich wollte ich hier nichts mehr rein schreiben - lies meine Beiträge und du weisst warum...
Jedenfalls finde ich die Art und Weise in der Du dein Problem schilderst sehr authentisch und realistisch und ich denke viele erkennen die eigenen Gedanken und die eigene Verzweiflung wieder, wobei es natürlich unterschiede gibt. Zum einen das Alter, die sexuelle Aktivität bzw. den Wunsch danach uneingeschränkt aktiv sein zu können und zuguterletzt die, mit ihren "supportive wifes", die alles ja nur halb so schlimm erscheinen lassen für den betroffenen usw. usw.

Ich Antworte Dir hier, weil ich Dir den in meinen Augen einzig sinnvollen Rat geben möchte dich nicht davon "auffressen" zu lassen in dem du wie viele andere (mich eingeschlossen) den ganzen Tag damit verbringst nach Strohhalmen zu greifen, die keine sind. Geld , Energie und Ressourcen zu verschwenden ohne zufriedenstellendes Ergebnis.

Falls es keine spontane remission gibt , was bei jüngeren betroffenen angeblich wahrscheinlicher sein soll und falls du tatsächlich eine IPP hast , ist das einzig mögliche damit umzugehen , es erstmal so anzunehmen wie es ist - Ich weiss wie beschissen das klingt , aber es ist und das kann ich nach fast drei Jahren (von denen ich zwei fast komplett nur mit dem scheiss Thema zugebracht habe)wirklich sagen , das einzige was leztlich eine Art Gelassenheit erzeugt, die erheblich Konstruktiver ist als das gestrampel im Treibsand, der einen schliesslich doch verschluckt , je mehr man versucht ihm yu entrinnen...

vG
kovasis
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Holdvilag
Mo Jul 16 2018, 12:19
Registriertes Mitglied #2215
Dabei seit: So Jan 08 2017, 08:51
Einträge: 23
Hallo Jacky, mein Beileid erst mal. Und trotzdem lass Dir sagen dass das Alter kein Schwerwiegegrad der Erkrankung ist, unsere Probleme haben wir alle gleich damit. Vielleicht hilft etwas mehr Lebenserfahrung damit besser umzugehen. Was du zuerst mal brauchst sind Anamnese / Diagnose von einem Facharzt. Meide bitte den nächstbesten Urologen, die haben auf dem Gebiet wirklich wenig Ahnung. Schau welche Fachklinik in Deiner Nähe auf OPs hierzu spezialisiert sind, Du musst dich ja deswegen nicht gleich operieren lassen. Du wirst sehen eine fachkundige Beratung nimmt schon mal gleich einen Großteil der seelischen Last. VG holdvilag
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jacky
Di Jul 17 2018, 04:38
Registriertes Mitglied #2300
Dabei seit: So Jul 08 2018, 06:42
Einträge: 2
Danke für eure Antworten.
@Holdvilag natürlich hast du dahingehend Recht, dass das Alter sekundär wichtig ist. Aber es macht glaube ich schon einen Unterschied ob man schon eine Familie hat, verheiratet ist mit einer Frau die einen unterstützt oder ob man dies alles vor sich hat/hätte.

Bezüglich eines fachkundigeren Arztes habe ich einen Termin bei Prof. Porst in Hamburg. Ist zwar eine weite Reise, aber die Urologen in meiner Heimatstadt konnten mir nicht mehr empfehlen als VIT E und Potaba zu nehmen.
@kovasis was du schreibst trifft auf jeden Fall schon zu. Ich verstehe wieso du das schreibst, aber ich bin noch nicht an dem Punkt wo ich "gut sein lassen" kann. Ich fühle mich wie in einem Alptraum gefangen, ich denke mir wieder holte dass es doch gar nicht wahr sein könne, ich bin innerlich unruhig und meine Gedanken kreisen immer weiter um die Frage ob es schlimmer wird, ob ich etwas tun könne, wie ich damit leben soll, ob ich mir ein Streckapperat kaufen soll oder ob ich mir ein Ultraschallgerät holen soll, ob ich Übungen machen soll oder ob ich mir damit nicht doch mehr schade und und und.. Jedem der das hat sollte die Verzweiflung kennen.
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kovasis
Mi Jul 18 2018, 07:54
Registriertes Mitglied #2203
Dabei seit: Mi Okt 05 2016, 05:36
Einträge: 53
Hallo Jacky,
Also ich denke schon das es eine erhebliche Rolle spielt, in welchem alter einem dieser Alptraum heimsucht und deine Ausf[hrung dazu, ist vollkommen richtig.

Ebenso richtig , dein eigener Versuch ALLES zu tun, um nicht wahnsinnig zu werden.
Mein Rat folgt halt aus der Erfahrung , die ich gemacht habe und ich verstehe , das du diese Erfahrung selbst machen muss, es ist ein Prozess den jeder in Abhängigkeit vom Alter und dem schweregrad seiner Erkrankung für sich selbst unterschiedlich stark ausgeprägt durchlaufen muss.

Ich "behandel" mich auch heutezutage noch täglich selbst... ein Produkt der Verzweiflung...

Ich würde weder mit Streckaparaten , noch mit vakuumpumpen herum experimentieren in deiner Situation - lezteres hat mir hoch warscheinlich die Indurationen an der penis Spitze eingebracht.

Am ehesten ist es sinnvoll in deinem Stadium der Erkrankung minimal invasiv mit Gel's (DMSO, Vit. E öl, lugolsche lösung usw.) zu arbeiten und Blutverdünner, Duchblutungsfördernde Mittel (pentox, Gingium, yohimbin usw.) einzunehmen.

Wie gesagt schlussendlich gibt es eigentlich nichts was man wirklich tun kann (das 100% nachhaltig hilft) und alles was man macht hat oft den ein oder anderen Nebeneffekt oder sogar Nachteile.
Ich hab so ziemlich alles gelesen , was es zu dem Thema zu lesen gibt und auch sämtliche Foren dazu durch , auch die Englischen.
Der Tenor ist im Prinzip überall der gleiche - keine Heilung - seltene spontane auflösung des problems - unterm Strich allenfalls eine graduelle Verbesserung der Ausgangssituation ohne Garantie dafür, das nach OP oder sonstigen drastischen maassnahmen alles ein für alle mal zufriedenstellend erledigt ist.

Insofern ist es eben tatsächlich ein gewaltiger Unterschied in welchem Alter und in welcher Lebensphase man sich befindet.

Ich möchte dir den Mut nicht nehmen und ich weiss das ich immer ein düsteres Bild zeichne mit meinen Ausführungen , aber es ist eben wichtig voll und ganz zu begreifen mit was man es hier zu tun hat um nicht noch verzweifelter zu werden bei den zahlreichen Versuchen dem zu entkommen.

Dies ist es auch was ich gemeint habe, wenn ich schreibe das man es irgendwie schaffen muss gelassener damit umzugehen.

Verschaff dir einfach erstmal einen Umfassenderen Einblick in deine Situation , ob einer der "Star - Experten " dabei hilfreich ist - naja , wie gesagt ich hab das alles auch schon gemacht.

Es ist immerhin nicht komplett unmöglich das sich vieles zum besseren wendet.

viel Erfolg

vG
kovasis
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Holdvilag
Do Jul 19 2018, 02:29
Registriertes Mitglied #2215
Dabei seit: So Jan 08 2017, 08:51
Einträge: 23
Hallo Jacky,
Hallo Kovasis,
dieses Forum dient doch nicht nur zum Erfahrungsaustausch, sondern auch um sich als Betroffene gegenseitig Mut zu machen. Ich schreibe hier auch weil es vielerorts bemängelt wird dass nur Informationen gezogen werden anstatt Eigenbeiträge beizusteuern. Und hier stolz zu flanieren dass alles wieder im Lot ist liegt mir fern. Leider ist es auch nicht so. Aber die Lebensqualität ist im Gegensatz zu einem Verdrängungsreflex einfach jetzt eine andere. Ich kann einfach nur jeden ermutigen die Hilfe bei einem Spezialisten zu suchen, dafür muss man nicht ins Ausland Reisen, oder sein eigenes Budget in fünfstelliger Summe belasten, wie hier gerne suggeriert wird. Um nochmals auf die Altersgewichtung zu kommen, Jacky, natürlich sehe ich es als Privileg mit dieser Krankheit nicht mit 21 sondern „erst“ 25 Jahre später geplagt worden zu sein. Trotzdem sind die Risikogruppen (Männer 45-60j) noch in einem Alter wo uns die Problematik psychisch genauso anfasst. Das Thema mit dem verständnisvollen Partner klingt im ersten Moment logisch, jedoch vermag der psychische Druck den man als Betroffener ausstrahlt solche Beziehungen bis über die Zerreisprobe hinaus zu belasten. Liegt mit Sicherheit auch an der individuellen Eitelkeit des Mannes. Für mich war es ein einfaches Abwiegen einem neuen Partner eher Erklären zu können das der Penis vielleicht mal größer und standfester war anstatt eine Rechtwinklige Verkrümmung. Hole Dir auch unbedingt noch Meinungen anderer ein, die Fälle sind hier personell bezogen einfach zu unterschiedlich. VG holdvilag
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