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IPP - Fehldiagnose?
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Tanzbaer
Mi Aug 09 2017, 03:35
Registriertes Mitglied #2254
Dabei seit: Mi Aug 09 2017, 03:29
Einträge: 1
Hallo alle zusammen - schön euch schreiben zu können!

Ich habe zwei widersprüchliche Diagnosen erhalten und möchte deshalb hier um Rat fragen. Seit April hatte ich am rechten Penisschaft, an der Seite, leichte Schmerzen, die sich wie ein Ziehen anfühlen. Allerdings ist der Schmerz sehr leicht, ja ich würde sogar sagen, es ist eher wie eine Missempfindung wie weniger wie ein tatsächlicher Schmerz. Das Gefühl erstreckt sich teilweise auch in den rechten Hodensack hinein und tritt gerne mal bei und nach einer Erektion auf, allerdings auch ganz ohne Erektion sozusagen spontan. Zuvor hatte ich bei der Selbstbefriedigung meinen Penis aus Versehen recht stark in eine Richtung gedrückt und dachte mir, das könnte davon kommen vielleicht.

Ich recherchierte etwas im Internet und entdeckte u.a. auch die Krankheit IPP, von der ich vorher noch nie etwas gehört hatte. Da bekam ich ganz schön Angst. Mitte Juni machte ich dann sicherheitshalber einen Termin beim Urologen aus und erzählte ihm von meinem Problem. Der Arzt hörte mir jedoch kaum zu, ich konnte ihm meine Missempfindung nicht detailliert schildern. Als ich sagte, dass der "Schmerz" bevorzugt bei der Erektion auftritt, tastete er meinen Penis kurz ab und machte ein Ultraschall (wobei ich nicht genau weiß, was er darauf sah, es ging alles zu schnell - ich glaube, er sagte was von "unspezifisch", bin mir aber nicht sicher) und stellte direkt die Diagnose "Induratio Penis Plastica" und verschrieb mir das Medikament Potaba, erklärte die Krankheit in zwei Sätzen - und beendet war die Behandlung.

Ich besorgte mir das Medikament und nehme es seitdem wie verschrieben dreimal täglich ein. Die Diagnose warf mich jedoch ziemlich aus der Bahn, zumal ich gerade mal 28 Jahre alt bin! Also machte ich noch in der gleichen Woche einen Termin bei einem anderen Urologen aus, und vier Tage nach dem ersten Arzttermin (zu dieser Zeit nahm ich schon seit einigen Tagen Potaba ein) war ich dann beim zweiten Arzt. Diesem konnte ich dann ausführlich von meinen Missempfindungen erzählen (von meinem ersten Arzttermin, dem Medikament und der Diagnose erzählte ich ihm nichts). Auch er tastete meinen Penis und die Hoden ab und machte ein Ultraschall. Seine Diagnose: "Da ist überhaupt gar nichts". Ein Medikament sei ebenfalls nicht notwendig, die Missempfindung könne spontan kommen (und auch wieder gehen), vielleicht liege ein Mikrotrauma des Penis vor durch den kleinen Unfall bei der Selbstbefriedigung - jedenfalls nichts was behandelt werden müsse.

Nun weiß ich nicht, wie ich diese doch sehr unterschiedlichen Diagnosen bewerten soll. Was meinen die Mitforisten? Handelt es sich bei der IPP vielleicht nur um eine Fehldiagnose?

Noch eine kurze Information zum Beschwerdebild: In der Tat liegt bei mir eine Penisverkrümmung nach (von meiner Perspektive aus gesehen) links und oben/vorn vor. Da ich mich jedoch gut daran erinnern kann, dass mir dies während meiner Pubertät einige Sorgen machte (ob das irgendwie beim Sex stören könnte), weiß ich sehr gut, dass diese Verkrümmung seit zehn Jahren und mehr vorliegt - und sie stört mich auch keineswegs beim Sex. Ich hatte zwar die letzten Jahre kein sehr ausführliches Auge drauf, spontan würde ich aber sagen, dass die Verkrümmung nicht schlimmer geworden ist - keine Ahnung aber ob das wirklich stimmt, ich hatte da kein so genaues Auge drauf. Verhärtungen kann ich ebenfalls keine am Penis feststellen (und mindestens der zweite Arzt ja auch nicht, vermutlich auch der erste nicht).

Ein kurioses Erlebnis möchte ich noch loswerden: Direkt nach dem Termin beim zweiten Arzt - der sehr verständnisvoll und sympathisch war, ganz anders als der erste Arzt - verschwanden meine Schmerzen bzw. Missempfindungen so gut wie vollständig, nur noch ganz selten spüre ich ein Ziehen am Penis, das aber manchmal auch mehr ein Jucken ist. Nur manchmal, wenn ich viel Sex hatte oder mich viel selbstbefriedigt habe, kommt die Missempfindung zurück.

Was sagt ihr zu meiner Geschichte?

Viele Grüße
Daniel
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Hisbert90
Mo Sep 11 2017, 04:32
Registriertes Mitglied #2256
Dabei seit: Mo Sep 11 2017, 11:58
Einträge: 4
Hallo Tanzbaer, bin auch neu in dem Forum und hab vorhin meine Story geschildert. Bin seit 7 Monaten jetzt dabei das zu haben. Ich war am Anfang auch super verunsichert. Ich selbst hab erstmal nichts unternommen um sicher zu gehen was los ist. Bei mir hat sich das dann klassisch entwickelt. Schmerzen bei Erektion, manchmal leicht entzündliches Gefühl auch so am Tag, dann irgendwann verhärtungen. Die haben sich dann zusammengezogen und dadurch kam dann meine jetzigen Krümmungen zustande.

Wenn du keine Schmerzen mehr hast, sondern nur bei starker Beanspruchung, welche Symptome hast du denn noch? Nimmst du die Medikamente noch? Ohne Verhärtungen, nur wegen einem Ziehen, vorallem auch im Hodenbereich finde ich deine Skepsis bezüglich der Diagnose richtig.

[ Bearbeitet Mo Sep 11 2017, 04:35 ]
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Sechser
Di Sep 19 2017, 05:48
Registriertes Mitglied #2202
Dabei seit: Do Sep 22 2016, 08:16
Einträge: 5
Hi ihr,

natürlich kann ich nicht bewerten, welcher der beiden Ärzte nun Recht hat.

Sollte jener mit der IPP Recht haben, vergrab dich jedenfalls nicht gleich.
Such dir auf jeden Fall einen Arzt, der genügend Erfahrung mit der Krankheit hat.
Mein Urologe hat mich zuerst ein(!) Jahr mit Potaba behandelt, bevor er mir eröffnete, in diesem Bereich nicht wirklich viel Ahnung zu haben.

Jedenfalls:
Anfangs starke Erektionsschmerzen, die dann nach 1/2 Jahr nachgelassen haben.
Krümmung, Einschnürung und Instabilität am Schaft.
Scheiße!

Ein Prof von der Uniklinik Innsbruck hat mir dann die Elektrostoßwellentherapie empfohlen.
Das ist dem Vernehmen nach die harmloseste Behanldlungsmethode. Und so ziemlich risikofrei.

Der Prof hat mir dann den Kontakt zu einem Kollegen gegeben.
Der hat dann gezielt, jeweils begleitet mit Sonografie, die einzelnen Verkalkungen gelöst.
Erfolg bisher gut, wird immer besser, Sex funktioniert wieder einwandfrei, und über die Restkrümmung freut sich der G-Punkt meiner Freundin.

Diese Behandlungsmethode wird nicht von der Krankenkasse übernommen.
Kommentar: "Weil es keinen Nachweis für den Nutzen gibt".
Das Thema wird so stiefmütterlich behandelt, dass es ein Jammer ist!

Also meine Empfehlung aufgrund eigener Erfahrung: ESTW-Therapie
(Heißt aber nicht, dass es für jeden das Richtige ist).

Kommentar meines behandelnden Profs:
"Ich habe schon Penisse therapiert in Form einer "7"
Der konnte anschließend wieder prima mausen;-)"

Lieber mit einer Restkrümmung herumvögeln (sorry für die derbe Ausdrucksweise)
als das Risiko von Impotenz etc. aufgrund einer Operation einzugehen.
Und es geht hier um EXTREM empfindliches Gewebe beim besten Stück!

Ach ja, XIAPEX, das seit längerem schon beim gleichen Krankheitsbild an der Hand zugelassen ist, ist seit kurzem auch für die IPP zugelassen.
Ein paar Spritzen in die Nudel, damit sich die Vernarbungen auflösen. Erfahrung hab ich hier keine, es hängt aber angeblich vom Stadium der Krankheit ab. Sprich, ob und wie viel schon verkalkt ist.
Aber hier sollen die Experten weiter beraten.

Meine Reihenfolge war so:

- Elektrostoßwellentherapie vom FACHMANN(!)
- ansonsten: XIAPEX
- ansonsten: alles nochmal abklappern nach weiteren Möglichkeiten
- zuletzt: OP

Vielleicht konnte ich ja den einen oder anderen Ansatz vermitteln.

Alles Gute!


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Hisbert90
Fr Sep 29 2017, 05:36
Registriertes Mitglied #2256
Dabei seit: Mo Sep 11 2017, 11:58
Einträge: 4
Danke dir für deine Mitteilung. Deine erste Beschreibung sieht recht ähnlich aus wie bei mir. Bei deiner Reihenfolge am Ende: Ist das dein Vorschlag oder hast du am Ende eine OP gehabt? Hast du XIAPEX durch Spritzen verabreicht bekommen? Eine Injektion bringt ja evtl. auch Probleme mitsich.

Hätte sonst noch paar Fragen:

- Hast du die ESWT-Therapie auch in Innsbruck machen lassen? War das dann ne Private Behandlung?
- Bist du da medikamentös begleitet worden?(PDE (5) Inhibitoren (+ ggf. L-Arginin+ Citrullin) und Antoxidantien)

Du sagst das ESWT nicht von der KK übernommen wurde. Muss das bei mir noch mit dem medizinischen Dienst der Krankenkasse besprechen. Auf eine erste Anfrage zu einer Behandlung sieht es ja nicht gerade preisgünstig aus wenn man das selbst zahlen muss.

Hast du da evtl. noch mehr Infos zu ESWT? Mit wievielen Sitzungen muss man da rechnen?
Hat sich die Krümmung bei der Auflösung der Verhärtungen wieder zurückgebildet?

Diese Behandlungsmethode macht mir abgesehen von den Kosten Hoffnung.

Euch auch weiterhin Alles Gute!
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