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Bob's IPP Tagebuch
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Autor Eintrag
Halebob
Mi Mär 01 2017, 12:18
Registriertes Mitglied #2153
Dabei seit: Do Nov 26 2015, 12:47
Einträge: 1
Für jeden dem es irgendwie hilft: Mein IPP-Tagebuch.


08 – 2014 Überraschung:
Ich, Ü50 und 4 Kinder, irgendwann im August, irgendwann morgens. Von Null auf 90 Dorsal 13-14 cm, was für ein Anblick.
Das war unwirklich, ich dachte da ist was kaputt oder krank von den kleinen Sünden und das es vielleicht von alleine wieder weg geht. Irgendwann fühlte ich auch Verhärtungen, ich war mir aber nicht sicher ob die nicht schon immer da waren.
Das Leben hatte viele Aufgaben für mich, so verging einige Zeit.

01 – 2015 Besuch beim Urologen:
Nichts ging weg, nichts wurde besser, endlich Zeit für den Urologen. Der war gut und sagt, dass er mehrmals in der Woche
IPP diagnostiziert. Erste Infos über Aktive-Phase und Stabile-Phase, über Medikamente, über OP’s, über „das wird nicht wieder gerade“.
Hilfe ! Zirkus-Attraktion ! Körper-Guantanamo !

02 – 2015 Recherchen, Leid und Frust:
Ab in’s Internet. Nächste Überraschung, da steht so gut wie nichts und keiner redet darüber.
- Das einzige was direkt in’s Auge springt: Die WÜRGS. Einerseits wirklich die ersten guten Informationen, andererseits bin ich
nicht dumm: „Kommen sie jetzt“, „Warten sie nicht“, „andere verstümmeln“, „20.000“, „in Spanien“ – häh ?.
- Xiapex/Xiaflex irgendwann mal irgendwo – na toll.
- Nesbit/Raffmethode. Na Prima, die gesunde Seite auch kaputt machen und einiges an Längenverlust – logisch, ich muss nur mathematisch meinen Penis anschauen.
- Grafting/Inzision/Exzision und OP-Risiken – uuups, die große Nummer.
- Medikamente täglich, stündlich – iiih, höchstens in der Aktiven-Phase.
- Stoßwellen, Placebo und Salben – nun denn.
Nichts dabei was Begeisterung auslöst, aber was habe ich erwartet. Ich muss mich wohl in die Reihe der Könige einreihen und werde in 1.000 Jahren mumifiziert aufgefunden - 90 Dorsal.
Und mir wird eins bewusster denn je: „Schöner Film, schöne Frau, schöne Gedanken, Lust, Erregung, Mehr-Erregung, Biegung, so werde ich mich niemandem zeigen – Unlust“.
Alle Versuche mit meiner Frau waren auch bescheiden, klar gehen da auch andere Sachen, aber nie wieder Sex wie früher ?
Mir ist wieder mal zum Heulen. Danke dass meine Frau Verständnis hat.

09 – 2015 XIAPEX/XIAFLEX Uniklinik Freiburg Dr. Laiber
Nach einiger Zeit und neuen Recherchen, nächste Überraschung: Die Uniklinik-Freiburg hat die Studie gemacht, das Mittel ist zugelassen. Direkt Kontaktaufnahme, Termin, erste künstliche Erektion (tat bei mir scheiße weh und hielt 4 Stunden), Risiken unterschreiben (ja, diverse) – aber ich will.
Dr. Laiber ist gut, empathisch, kommt kompetent rüber und hat die Studie selber gemacht. Kosten pro Injektion über 1.000, Krankenkassenantrag (privat), Zusage. Die Behandlung geht über 6 Injektionen, erstmal 3 (zwischen jeder Injektion 4 Wochen Pause), wenn sichtbare Erfolge erkennbar sind wird um 3 weitere Injektionen verlängert. Eine manuelle Biege-Übung gehört auch noch mehrmals täglich dazu.
Besonderheit Injektion 1: Die tat mir irgendwie kurz weh. Und morgens in der REM-Phase wache ich mit einer Latte und von einem starken Stich-Schmerz auf, Panik. Nächste Nacht wieder, dann war das weg. Der Penis ist 2 Wochen blau/grün/gelb. Injektionen 2 + 3 waren ohne jegliche Vorkommnisse, völlig harmlos, wie bei allen anderen Patienten dort.
Bei mir nach der 3. Injektion plus 4 Wochen: NICHTS – 90 Dorsal – Abbruch – Heulen.
Ich habe dort weitere Guantanamos kennengelernt, da waren durchaus beachtliche Erfolge vorhanden.
Zusammenfassend: Das würde ich wieder versuchen.

04 – 2016 Sonstige Versuche – ich gebe nicht auf
Das Leben hatte wieder viele Aufgaben für mich, an eine OP war zeitlich nicht zu denken und ich hatte Angst vor derselben. Aber im Alltag habe ich von morgens bis abends Auswege versucht.
- Schüsslersalbe 3 x täglich über Wochen
- Phallosan bis zu 10 Stunden über Monate
- Manuelle Jelk-Massage 5 x die Woche über Monate
- RSO Öl-Salbe täglich über Wochen
- Narbensalbe täglich über Wochen
NICHTS – 90 Dorsal – Heulen.

10 – 2016 OP-Entscheidung Dr. Lahme
Im Herbst 2016 entschied ich mich endgültig für eine OP. Nach langer Suche stellte ich mich bei Dr. Lahme vor. Warum bei ihm?
- Er hat im Internet ein paar Aufklärungsclips zu IPP. Das finde ich gut, er versucht Betroffenen Informationen zu geben.
- Beide Urologen kennen ihn von Kongressen und beschreiben ihn als „Führend“ auf diesem Gebiet (Ok wahrscheinlich heißt es das von einigen).
- Er macht schon lange und zahlreich diese OP’s.
- Er wurde namentlich in diversen Foren empfohlen.
- Ich suchte einen absoluten Fachmann, keinen Schönredner oder Blender.
Er war extrem kompetent, er weiß wovon er redet, hat sehr viel Erfahrung.
Und so wie auch einige andere es hier im Forum schon beschrieben haben, kommt der Moment wo man die Erkenntnisse zulassen muss.
- Ich bin krank.
- Ich werde nie wieder gesund.
- Es gibt den Zustand von vorher nie wieder.
- Einzig die Symptome meiner Krankheit könnten durch eine OP verbessert werden – Natürlich ohne Gewähr, und mit Risiken.
- Wie stabil die Stabile-Phase ist, das kann niemand zu 100 % beantworten.
Immerhin habe ich mittlerweile mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit die Stabile-Phase erreicht.
Mit 10 bis 30 Grad würde ich alles so lassen. Mein Entschluss fällt, er wird mich operieren.

01 – 2017 OP im Siloah Pforzheim Dr. Lahme
Ankunft, Untersuchungen, sich nochmal alle Risiken aufzählen lassen (und die sind vorhanden). Anfang Januar ist es soweit, die Nacht davor war Super-Beschissen.
Bei der OP passiert folgendes (so oder so ähnlich):
- Narkose, gute Nacht.
- Bändchen ab, Vorhaut ab (Ja, ab jetzt sind wir beschnitten)
- Die Haut abrollen bis unten
- Ablösen des neurovaskulären Bündels (liegt mittig drauf von unten bis oben)
- Die Schwellkörper liegen jetzt frei, Kochsalzlösung sorgt für eine Erektion
- Schnitt an der stärksten Biegungsstelle, die Schwellkörper suchen sich ihren Weg und machen Aua, reißen den Schnitt größer
- Ggf. kleine nötige Exzisionen
- Kollagenvlies drüber über den Schnitt, klebt sofort
- Ergebnistest: Kochsalzlösung Erektion
- Neurovaskuläres Bündel wieder drüber
- Haut wieder hoch und anbringen
- Druckverband, nur Eichelspitze frei
- Fertig
Noch glücklich von der Narkose aber schon wieder am wachwerden erreicht mich eine Botschaft: GERADE. Nach 3 Tagen Krankenhaus wieder ab nach Hause. Ach ja, alles GOÄ.
Besonderheit: Schon ab der zweiten Nacht habe ich Erektionen, die tun weh, gefühlt geht was kaputt. Sind aber gut für die Durchblutung, sagen die Ärzte, und fördern den Heilungsprozess.
5-8 Wochen dauert es, ja der Körper muss heilen. Viel Schlaf, oft Unsicherheit, öfters mal Aua aber prinzipiell alles Ok. Tag für Tag, Woche für Woche wird es besser. Kein Sport, es kommt mir wie eine Ewigkeit vor, ich zähle die Tage und ich bin immer ungeduldiger mit mir.

03 – 2017 Heute
Zwei Kontrolltermine später läuft alles bestens. Ich bin mir jetzt sehr sicher, dass diese Operation etwas mit Kunsthandwerk zu tun hat. Da muss im Augenblick entschieden werden, wie der schiefe Turm von Pisa wieder aufgerichtet wird. Zu viel an falscher Stelle rüttelt unnötig am Gleichgewicht.
-> Ich danke Dr. Lahme, für mich war und ist er der erhoffte Fachmann <-
Der erste Selbsttest mit Happy-End verläuft sehr gut, ich bin nervös wie Hölle. Er sieht etwas anders aus, aber Scheiss egal, so wie es jetzt ist: Jaaaaaa !

Eins muss ich noch loswerden, meine persönliche Meinung zur WÜRGS:
Nach meinen gemachten Erfahrungen ist es für mich undenkbar und verantwortungslos, das ich am selben Abend nach der OP in Spanien in ein Hotelzimmer gehen soll. Das macht mich wütend, Leid wird hemmungslos ausgenutzt. Gerne darf mir KonstaCordalis und Co. im Dunkeln begegnen, ich bin ein großer Bär, kräftig, und habe einen rechten Schwinger.

Gruß an Alle – Kopf hoch – Bob


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Sigi
Do Mär 09 2017, 02:16
Registriertes Mitglied #2209
Dabei seit: Mo Nov 21 2016, 10:52
Einträge: 10
Vielen Dank für den ausführlichen Bericht.
Ich denke, jeder Bericht hilft einem als Betroffenem!
Sollte ich mich für eine OP entscheiden, wäre Dr. Lahme auch für mich auf jeden Fall eine Option.
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